BUCHBESPRECHUNG

 

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Harrison, Michelle

 

Elfenseele. Hinter dem Augenblick, 2009

oppel.nachtflug

 

Michelle Harrison stellte in diesem Buch die Elfen ganz anders dar als wir sie kennen. Wir denken es sind nette lustige wunderschöne Geschöpfe, doch in diesem Buch sind die Elfen als kleine Biester dargestellt. Sie sind eine Plage. Sobald Tanya etwas über die kleinen Geschöpfe sagt oder schreibt, kommen sie in der Nacht und quälen sie.
Als es Tanyas Mutter zu viel wird, schickt sie ihre Tochter zu ihrer Großmutter. Tanya sträubt sich, da sie immer das Gefühl hat, sie sei nicht willkommen. Dort angekommen beginnt eine heikle Geschichte. Die Elfen machen ihr die Hölle heiß. Besonders Fabian, dem Sohn des Verwalters, fällt es auf, dass in Tanyas nähe merkwürdige Dinge passieren. So beobachtet er sie und folgt ihr in den Henkerswald, obwohl sie da nicht hinein gehen dürfen. Sie verlaufen sich und treffen auf ein Mädchen, das ihnen anbietet, sie nach Hause zu führen. Auf dem Weg begegnet ihnen jedoch Warwick, der Vater von Fabian. Natürlich gibt es Ärger.

Im Haus der Großmutter findet Tanya alte Fotos und erkennt ihre Großmutter auf einem Bild und neben ihr steht das Mädchen aus dem Wald. Sie heißt Morwenna Bloom. Fabian und Tanya versuchen herauszubekommen was geschehen ist, da alle Leute sagen Fabians Opa hätte dieses Mädchen umgebracht.

Eines Nachts findet Tanya in den Geheimgängen des Hauses ein Mädchen, das mit einem Baby unterwegs ist. Das Mädchen nennt sich Red und nachdem es herausgefunden hat, dass Tanya das zweite Gesicht, wie man die Gabe nennt Elfen zu sehen, erklärt sie ihr einiges darüber, wie man sich vor ihnen schützen kann und was es mit den Elfen und der Gabe auf sich hat. Auch, dass das Baby ein Wechselbalg sei, das von den Elfen gegen ein Menschenkind eingetauscht sei, erklärt sie. Tanya beschließt ihr zu helfen, indem sie ihr essen bringt und andere Sachen für sie besorgt. Die Versuche das Mädchen im Wald zu finden, gibt sie nicht auf. Als sie mal wieder im Henkerswald ist, führt sie ein Kobold zu einer alten Zigeunerin, die ihr helfen will das Mädchen aus der Elfenwelt zu holen. Sie gibt Tanya Augentropfen für Fabian mit denen er die Elfen auch sehen kann. Und sie machen sich auf die Suche nach Morwenna. Sie finden sie, doch es ist alles anders als die beiden denken. Morwenna ist freiwillig übergewechselt und jetzt will sie zurück. Doch dafür braucht sie jemanden der das zweite Gesicht hat und ihr Blut in sich hat und das wäre Tanyas Großmutter, da sie einmal einen Blutschwur geleistet hat. So erfährt Tanya, dass auch ihre Großmutter das zweite Gesicht hat. Doch ihre Großmutter geht nie in den Wald so hatte Morwenna keine Chance, da sie das weiß, hat sie es auf Tanya abgesehen, weil sie ja durch ihre Großmutter auch Morwennas Blut in sich trägt. Als kurz vor dem Austausch auch noch Fabian flieht, ist Tanya kurz davor den Verstand zu verlieren. Ihre letzte Hoffnung ist Red, die sie einen kurzen Moment gesehen hat, wie sie glaubt.

Wie es weiter geht und was aus Tanya geschieht, müsst ihr schon selber lesen.

Meine Meinung: Ich fand dieses Buch sehr schön, da es ist mal eine andere Sicht auf die Elfen war. Es ist sehr schön geschrieben und gut verständlich. Man denkt immer schon: Ja so ist es, doch dann kommt es immer wieder anders. Auch das Geschehen ist super geschildert worden und man kann sich richtig in die Geschichte denken. Ich jedenfalls würde das Buch weiterempfehlen. Vielleicht gefällt es euch ja auch gut.

Sigrid