LESERATTEN AUFGEPASST!

Seit September 2008 gibt es in der Buchhandlung Leporello einen LeseClub für Kinder und Jugendliche.

VERANSTALTUNGEN
JUNGE LESERINNEN UND LESER


Junge Leserinnen und Leser sind natürlich
ganz besonders willkommen in der
Buchhandlung. Auf Euch wartet ein eigener
Raum, von oben bis unten voll mit schönen,
spannenden aber auch lehrreichen
Büchern und vielem Anderem rund
ums Buch.
Hier könnt Ihr stöbern und probelesen.
Daneben bieten wir Euch ein buntes
Programm: Autorinnen oder Autoren
lesen für Euch, es gibt Aktions- und
Mitmachabende aber auch Vorlesestunden
für die Kleinen.

Ganze Schulklassen und Kitagruppen
waren bei uns schon zu Besuch.
Seit September 2008 gibt es auch einen
eigenen LeseClub bei Leporello.
Wer Interesse hat mitzumachen kann
sich gerne melden!

VERANSTALTUNGSKALENDER JUNGE LESER


Dienstag, der 23.4.2013, 18.30 Uhr
Kinderbuchlesung zum Welttag des Buches


Maris Putnins
Die wilden Piroggenpiraten


In seinem Buch hat der lettische Starautor ausnahmslos alle Figuren aus Essbarem geschaffen. Im Mittelpunkt steht eine Mohnschnecke, die von den wilden Piroggenpiraten entführt wird und es sind einige Abenteuer zu bestehen, bis alle Feinde zerkrümelt und gepellt sind. Gelesen wird von dem gebürtigen Rudower Matthias Knoll, der das Buch äußerst witzig und feinfühlig übersetzt hat. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013!

Eintritt: 3,- €. Voranmeldung wird unter Tel. 665 261 53 erbeten.


Montag, der 23.4.2012, 18.30 Uhr
Kinderbuchlesung zum Welttag des Buches


Martin Klein
Jungsspaß und Mädchenpanik


Pablo und Arian freuen sich schon riesig auf ihren Abenteuerurlaub: angeln, zelten, Fußball spielen. So richtig was für echte Kerle! Aber zufrüh gefreut, denn im Urlaubsort wimmelt es nur so von Mädchen. Für die Jungs steht fest: Mädchen sind zickige Heulsusen und können nicht Fußball spielen. Das wollen die Mädchen natürlich nicht auf sich sitzen lassen!
Ein spannender Wettkampf beginnt.
Bestsellerautor Martin Klein ist ein Meister in Sachen Situationskomik und bringt die liebenswerten Macken von Jungs und Mädchen haarscharf auf den Punkt.

Eintritt: 4,- €. Voranmeldung wird unter Tel. 665 261 53 erbeten.


Freitag, der 25. November 2011, 19.00 Uhr

Sabine Ludwig
Painting Marlene


Marlene zieht kurz nach dem Abitur in das Atelier ihres verstorbenen Vaters.
Dort steht noch ein lebensgroßes Portrait von ihr, das der Vaterkurz vor seinem Tod gemalt hat. Bald stellt Marlene fest, dass sich das Bild verändert. Unmerklich zunächst, doch dann immer deutlicher. In Marlene wächst die Angst. Wer will sie mit Hilfe des Bildes terrorisieren? Als Marlene den Täter erkennt, ist es fast schon zu spät ...

Diese Lesung ist genau das Richtige für junge Erwachsene ab 15 Jahren und gerade auch für einen gemeinsamen Tochter-Mutter-Abend. Gänsehautspannung ist garantiert!
Und wer etwas Glück hat gewinnt eines von mehreren Hörbüchern "Painting Marlene" - von der Lesekünstlerin Sabine Ludwig selbst eingelesen.

Eintritt: 3,- €. Voranmeldung wird unter Tel. 665 261 53 erbeten.


Freitag, der 28. Oktober 2011, 19.00 Uhr – für alle ab 10 Jahren

Karen Levine
Hanas Koffer


Eine wahre Geschichte für Menschen ab 10 Jahren, Mütter und Väter.
Gelesen und erzählt von Theresa Westphal.
1942. Groß und schwer ist der braune Koffer, den die 11jährige Hana auf ihre unfreiwillige Reise mit nimmmt - nur begleitet von ihrem 14jährigen Bruder.
50 Jahre später. Hanas Koffer taucht in einem kleinen Museum in Tokio mit der Aufschrift "Hana Brady, Waisenkind" auf. Die japanischen Kinder stellen viele Fragen. Die drängendste lautet: was ist mit Hana passiert? Die Museumsleiterin Fumiko versucht die Antworten zu finden.

Der Eintritt ist frei. Voranmeldung wird unter Tel. 665 261 53 erbeten.


Freitag, der 8. April 2011, 18.30 Uhr

Dirk Petrick
Max und das Geheimnis des Wurzelmagiers


Max liebt Märchen, insbesondere die vom Großvater erzählten.
Als eine Pummelfee Max entführt geraten Wirklichkeit und Märchenwelt durcheinander ...

Wir freuen uns, wenn unsere jüngeren LeseClub-Mitglieder zur Lesung mit Dirk Petrick kommen würden!

Kinder zahlen 3,- € Eintritt.
Anmeldung erbeten unter 665 261 53

Freitag, der 26. November 2010, 19 Uhr

Sabine Ludwig
Aufruhr im Schlaraffenland


Im Rahmen der vom Berliner Börsenverein initiierten Veranstaltungsreihe „Stadt Land Buch“ wird die Berliner Kinder- und Jugendbuchautorin Sabine Ludwig aus ihrem neuen Buch „Aufruhr im Schlaraffenland“ lesen.
Sie richtet sich mit ihrem Buch an Kinder im Alter ab 10 Jahren.
Im Mittelpunkt des witzigen und spannenden Romans steht Philipp, der mit seinem Vater in den Ferien eine anstrengende Wanderung unternimmt. Aus Versehen landen die beiden in einem seltsamen Ferienclub. Leckeres Essen ohne Ende und von den Bäumen kann man Geld und Kleidung schütteln. Philipp merkt jedoch schnell dass da etwas nicht stimmt und zusammen mit der rotzfrechen Sam geht er der ganzen Sache auf den Grund.

Kinder zahlen 3 € Eintritt, Erwachsene 5 €.
Um Anmeldung wird unter 665 261 53 gebeten.


2. Jugendnacht zum Welttag des Buches 2009

"24 Stunden Berlin" Schreibwerkstatt für junge Leute ab 12 Jahren

Die Großstadt wartet auf dich. Du hast 24 Stunden. Du läßt dir diese Chance nicht entgehen.
Sei dein eigener Autor und erfinde den aktuellen Berlin-Jugend-Roman!
Was passiert? Wen triffst du? Wohin verschlägt es dich?
Die Schreibwerkstatt bietet Schreibanregungen und Berlin-Buchtipps vom Jugendleseclub der Buchhandlung.
Moderation: Frank Sommer (Schaupieler, Literaturvermittler) von Eventilator Berlin.

Teilnehmerzahl: max. 30 Jugendliche. Mit Imbiss und Getränken.
Wer will, kann den Laptop mitbringen. Anmeldung erbeten!

Wann: Freitag, der 24. April 2009, 19.00 bis ca. 22.30 Uhr
Wo: Buchhandlung LEPORELLO; Krokusstraße 91, 12357 Berlin
Kostenbeitrag: 5 €

Freitag, der 24. Oktober, 22.30 Uhr9

Drachenreiter-Party
Dem Erscheinen des dritten ERAGON-Bandes wird gemeinsam entgegengefiebert.


Freier Eintritt - Kostümierung erwünscht!

Es gibt tolle Preise zu gewinnen! Buchverkauf ab 24.00 Uhr

Mit Millie um die Welt...

Dagmar Chidolue liest für Kinder ab 7 Zum Welttag des Buches haben wir Kinderbuchprominenz in unsere Buchhandlung eingeladen.
Die mit diversen Preisen ausgezeichnete Kinder- und Jugendbuchautorin Dagmar Chidolue liest aus ihren Millie-Büchern. Millie ist sieben Jahre alt, in der zweiten Klasse und trägt – natürlich – das Herz am rechten Fleck. Mit ihrer Familie kommt sie ganz schön in der Welt herum: ob Italien, New York, Hollywood oder – Berlin. Zusammen mit Millie und ihrer Familie lässt sich recht vergnüglich die weite Welt erkunden: Lacher sind bei dieser Lesung für sieben- bis elfjährige Kinder garantiert.


... und zur Schnitzeljagd

Die Buchhandlungen in Deutschland verschenken zum 23. April über eine Millionen Exemplare des Buches „Ich schenk Dir eine Geschichte“ insbesondere an Schulklassen der Klassenstufen 4 und 5. Unsere Buchhandlung ist mit dabei und lädt interessierte Kinder zur Teilnahme an einer Schnitzeljagd ein. An fünf Stationen müssen Rätsel gelöst werden, die sich auf Geschichten aus dem Buch beziehen.
Die Schnitzeljagd beginnt in der Krokusstraße 91, am Mittwoch, den 16. April und endet am 30. April um 18 Uhr.
Unter den richtigen Antworten werden viele attraktive Preise verlost, darunter – überregional – eine Tagesreise in den Europapark Rust.
Also: Nichts wie los!!!

Die Kinderlesung findet statt:
Wann: Mittwoch, 23. April 2008, 18.00 Uhr
Wo: Buchhandlung Leporello, Krokusstraße 91, Rudow

Eintritt für Kinder: 3 € (Erwachsene 5 €)
Vorbestellungen zur Lesung bitte unter Tel 665 261 53
oder info@leporello-buch.de


Erste Jugendkriminacht

Bei der ersten Jugendkriminacht in der Buchhandlung Leporello floss das Blut in Strömen – natürlich nur auf dem Papier.

Stifte qualmten, Köpfe rauchten, und hier sind einige der Kurzkrimis unserer viel versprechenden Nachwuchsautoren und -innen:
TATORT RUDOW!

„Eins”
von Melanie


Die Laterne flackerte noch einmal, dann blieb sie aus. Sie hinterließ Dunkelheit und Stille. Unheimliche Stille. „Es ist der gleiche Weg wie immer.“ versuchte ich mir einzureden. „Ich gehe ihn jeden Tag.“
Aber diesmal war ich nicht allein. Er war noch immer hinter mir her. Irrte ich mich oder kam er näher? Mein Verstand wusste ganz genau, dass der heiße Atem in meinem Nacken nur Einbildung war, aber wie machte ich das meinem pochendem Herzen klar?
Schritte. Waren auch sie nur Einbildung? Wurden sie schneller? Meine verschwitzten Hände waren fest zusammengepresst, mein Atem verräterisch laut in dieser unheimlichen Stille. Mein Mund war ausgetrocknet, ich versuchte den Kloß in meinem Hals zu ignorieren. Ich nahm alles überdeutlich wahr. Nur noch diese eine Ecke. Ich lief schneller. Jetzt war er wirklich hinter mir. Ich rannte. Ich warf einen Blick über die Schulter. Keine zwei Meter Abstand! Eine Bewegung wie aus dem Nichts, ein Schlag,Als ich die Augen aufschlug dämmerte es bereits. Das erste, das ich sah, war eine Scherbe. Da ich mit dem Kopf auf dem Boden lag, und sie nur zwei Zentimeter von meinen Augen entfernt war, war es recht schwer, sie zu übersehen. Ich streckte mühsam eine Hand danach aus, hielt jedoch inne, als ich das Blut bemerkte. Sowohl meine Hand als auch der Boden um mich herum waren rot gesprenkelt. Ich fühlte das Blut zwischen den Fingern, es war noch etwas feucht, klebrig. Erst als ich versuchte mich aufzurichten, schoss der Schmerz durch meinen Kopf. Es war mir jetzt ziemlich klar, woher all das Blut kam. Als ich den Kopf mit meiner Hand untersuchte, fand ich eine Beule größer als ein Medizinball und genauso schwer fühlte er sich auch an. Es brannte tierisch, als ich mehrere Schnitte berührte. Ich kniff die Augen zusammen und zog zischend Luft ein. Ich ließ die Hand sinken. Mein Herz ging schneller, mein Kopf pulsierte. Ich öffnete die Augen, sah sofort Sterne und schloss sie wieder. Ich holte mit geschlossenen Augen ein paar Mal tief Luft und versuchte es zweites Mal. Ich sah den Weg, viele Scherben, noch mehr Blut. Ich lag in einer Seitenstraße in Rudow, in der noch nie etwas passiert war. Na ja, bis heute Nacht. Ich hätte mir nichts weniger vorstellen können, als zwischen Scherben und Blut im Glockenblumenweg zu liegen. Hat denn niemand etwas mitbekommen? Es war alles so ruhig, so normal. Manchmal habe ich echt das Gefühl, Rudow liegt seit 99 Jahren im Wachkoma und wartet darauf, dass Neukölln es wachküsst.

Mein Kopf versuchte zu explodieren, ich musste ihn festhalten, als ich aufrichtete. Fühlt sich der halbkopflose Nick immer so? Erstaunlicherweise schien mein Verstand noch zu funktionieren, denn ich erinnerte mich an jede Einzelheit der gestrigen Nacht. Jedenfalls an all das, was passiert ist bevor er mir eins übergebraten hat mit diesem…Was war das eigentlich? Ich saß immer noch in den Scherben davon, also hob ich eine auf und drehte sie in meiner Hand um. Leider drehte sich mein Magen auch um, ich erbrach mich auf den Grünstreifen neben mir. Ich hoffte, die Einwohner der Nummer 24 würden mir verzeihen. Ich fokussierte meine Gedanken wieder auf die Scherbe…Eine Schale? Ein Teller? Wieso verdammt läuft er mit einem Teller hinter mir her? „Wieso läuft er überhaupt hinter mir her?“ fragte ich mich, doch darauf kannte ich die Antwort bereits. Ich wusste, dass ich nicht Schuld war, dass mir Unrecht geschah. Und ich wusste, dass er es auch wusste. Aber er wollte es nicht wahrhaben. Vielleicht wollte ich das auch nicht. Ich war mir mittlerweile nicht mal mehr so sicher, was ich überhaupt wollte. So unbeteiligt war ich an Mamas Tod schließlich auch wieder nicht gewesen.

Mama war weggegangen. Weggerannt. Das passte zu ihr. Mein Vater hatte nicht die Kraft gehabt, sie aufzuhalten. Und er, er hatte es versucht und war gescheitert. Ich bin schuld daran, dass sie gegangen ist. Niemand ist schuld daran, dass ihr Flugzeug abgestürzt ist, nicht einmal der Pilot. Aber meinetwegen ist sie weggegangen. Nicht einzig und allein meinetwegen, aber trotzdem…Sie, die ich Mama nenne, und die doch nicht meine Mutter ist. Mir ist das vollkommen egal. Ich liebe sie trotzdem. Aber er, er wird niemals akzeptieren können, dass sie mich auch liebt, obwohl ich nicht ihre Tochter bin. Er braucht jemanden, den er bestrafen kann. Also versucht er mich umzubringen. Aber anscheinend ist er sogar dazu zu blöd.

Ich richtete mich sehr langsam auf, ich hatte Angst, ich könne zu Staub zerfallen bei einer zu großen Bewegung. Ich trat mit den Füßen die Scherben beiseite. Warum hat er denn sein Werk nicht vollendet? Warum lässt er mich hier liegen, mitten auf der Straße, wo es jeder sehen kann? So blöd hatte ich ihn gar nicht eingeschätzt. Oder hat er gedacht, ich wäre bereits tot?
Ich wischte mir das Blut an meiner Jeans ab und warf einen Blick auf die Straße. Alles schien ruhig. Es war ja auch noch früh am Morgen. An einem Samstag. In Rudow. Ich wusste nicht, wo ich hin sollte. Konnte ich es wagen, nach Hause zu gehen? Ich war ja nicht weit entfernt…Aber was, wenn er dort auf mich wartete? Wo konnte ich denn sonst hin? Wer würde mich beschützen? Meine Großeltern vielleicht? Aber ich hatte kein Geld bei mir, keinen Fahrschein. Von Rudow nach Spandau ist es ein ganzes Stück…Sollte ich zur Polizei gehen? Würde man mir glauben, wenn ich erzähle, dass mein Bruder versucht hatte, mich umzubringen? Und dass er gar nicht mein Bruder ist, weil ich adoptiert wurde? Ich hatte doch gar keine Papiere…Ich bin minderjährig, blutig, pleite und werde verfolgt. Alles schien wie ein Film. Ein schlechter Film. Ein Film der Sorte, die man lieber nicht guckt, wenn es draußen dunkel ist. Ein Film, den man in dem Wissen sieht, dass er nicht gut endet. Für niemanden. Ich entschied mich, es zu wagen, nach Hause zu gehen. Es waren ja nur noch 200 Meter. Und mein „Bruder“ schien zu denken, dass ich tot bin. Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn ich mich an dieser Stelle irgendwie anders entschieden hätte…

„Das Opfer“
von Timo


Ich sah auf die Uhr. Mist! Es war schon 23:37 Uhr. Würde ich zu spät zu meiner Verabredung kommen? Ich stand gerade auf einer schlecht beleuchteten Straße. Ein Wagen hielt an, keine 100 Meter von mir. Es stiegen 3 vermummte Männer aus. Sie kamen direkt auf mich zu. Ich drehte mich um und rannte. Ich guckte über meine Schulter. Sie kamen näher. Ein Messer blitzte auf.

Sie würden mich umbringen. Nun rannte ich so schnell wie noch nie. Aber ich hatte keine Chance. Ich spürte das Messer an meinem Hals. Es war eiskalt. Ein Mann sagte mit rauer Stimme: „Und? Ist schon wieder jemand durch einen tragischen Unfall gestorben?“ Er zwängte mich ins Auto. Ich wurde in den Sitz bugsiert. Dann wurde alles schwarz.
Ich kam langsam wieder zu mir. Der Wagen blieb stehen. Ich guckte mich um. Wir waren vorm U-Bhf. Rudow. Die Tür wurde geöffnet. Der Mann riss mich aus dem Auto und zog mich hinter sich her. Ich war noch zu benommen, um mich zu befreien. Er zog mich in den U-Bahnhof. Dann wurde wieder alles schwarz.

Ich öffnete meine Augen. Schwarz. Ich hörte schwere Schritte. Dann sah ich wieder was. Ich fand mich in einer Lagerhalle wieder. Gefesselt. Eine Tür wurde aufgeschlossen. Einer von den Männern, die mich entführt hatten, kam auf mich zu. Er hatte einen Stoppelbart, braune Haare und schlechtgepflegte Zähne. Er hielt einen rostigen und blutverschmierten Spitzhammer in der Hand. Nun bekam ich Angst. Seine Grinsen, der Spitzhammer, die Gewissheit. Er bemerkte meine Furcht und sagte: „Keine Angst, ich werde dich nicht umbringen. Ich wollte dich nur fragen ob du den hier kennst“, und deutete auf den Spitzhammer. Ich schüttelte nur den Kopf. „OK, du wirst ihn jedoch schon bald wiedererkennen“, und auf sein Handzeichen kamen die zwei anderer Männer herein. Beide trugen Schlagringe. Der Anführer verschwand mit einem glucksenden Lachen. Dann schlugen die anderen auf mich ein. Diese Schmerzen! Nach 20 Minuten des Tretens und des Schlagens verschwanden sie endlich. Das Licht, das den Raum erhellte, wurde ausgeschaltet. Dann war ich wieder alleine. Stunden verstrichen. Ich versank in einen unruhigen Schlaf. Als ich aufwachte, bemerkte ich, dass einer der Entführer in einer Blutlache lag. Tot. Die Tür stand sperrangelweit offen. Ich sah eine Chance zu entkommen. Doch ich war immer noch gefesselt. Ich versuchte, die Fesseln zu lösen, aber sie waren zu fest.

Plötzlich hörte ich von draußen einen Schmerzensschrei. Ein Körper fiel mit einem dumpfen Geräusch zu Boden. Was war da los? Noch ein dumpfes Geräusch. Ein Mann kam in den Raum. Er hatte den Spitzhammer in der Hand. Es klebte neues But am Hammer. Der Mann kam auf mich zu. Würde er mich töten? Nun stand er direkt vor mir. Er griff in seine Hosentasche und holte ein Messer heraus. Damit durchtrennte er meine Fesseln. Der Mann lief wortlos aus dem Raum und deutete mir, ihm zu folgen. Ich stand auf und ging zu der Leiche. Die Schädeldecke war aufgebrochen. Es sickerte immer noch Blut aus der Wunde. Die weit aufgerissenen Augen zeigten mir, dass er aus dem Hinterhalt angegriffen wurde. Ich wandte meinen Blick ab und folgte dem Mann. Er sprach immer noch kein Wort. Er ging durch mehrere Gänge. Draußen angekommen befahl er mir, in seinen roten Opel zu steigen. Er verstaute den Spitzhammer im Kofferraum. Ich fragte ihn: „Wie hast du mich gefunden, Ralf?“, in der Hoffnung, dass er endlich was sagen würde. Ralf sagte: „Erzähl ich dir später. Wir haben noch was zu erledigen. Dein Verschwinden hat unseren ganzen Zeitplan durcheinander gebracht.“ „Ich glaube die Männer wussten von unserem Vorhaben. Aber sie wollten uns nicht daran hindern, sie wollten nur Rache. Nachdem was mit ihrem Bruder passiert ist.“ „Ist mir egal. Geschäft ist Geschäft“.

Und mit diesem Satz raste er die Straße entlang. Wir fuhren 1 Stunde schweigend dahin. Der Wagen hielt an. Ich sah auf die Uhr. Es war mittlerweile schon wieder 20Uhr. Wir waren in Rudow auf der Krokusstraße. „Erkundige dich, wo unser nächstes Opfer wohnt“, sagte Ralf. Ich stieg aus und ging vor die Blumenladen. Ich trat in den Laden ein. An der Theke stand eine Frau. Ich fragte sie: „Gibt es hier einen Herrn Rowdwinger?“ „Ja, der wohnt gegenüber im Haus Nummer 17 im 3. Stock.“ Ich verließ den Raum wieder. Ich informierte Ralf über den Wohnort unseres Opfers. Dann holte er den Spitzhammer aus dem Kofferraum. Mein Partner ging in das Haus. Die Tür war nur angelehnt. Dann ging er über die Treppen in den 3. Stock. Ich folgte ihm. Auch hier war die Tür offen. Wir gingen hinein. Anscheinend war Herr Rowdwinger nicht Zuhause. „Bleib bei der Tür und gucke ob irgendjemand kommt“, befahl mir Ralf. 5 Minuten verstrichen. Plötzlich hatte ich sehr große Schmerzen. Blut tropfte auf den Boden. Ich tastete über meinen Kopf. Dann spürte ich den Stiel vom Spitzhammer. Ich wurde verraten! Das letzte was ich hörte, war das Lachen von meinem vermeintlichen Partner Ralf: „Es geht nur ums Geld!“


Ohne Titel
von Marie


Ich stieg aus dem Bus. Die von dem Fußball waren richtig nervig. Meine Socken waren nass. Das Wasser schwappte in meinen Schuhen hin und her. Es war schon ganz schön spät. Hoffentlich machte sich meine Mutter keine Sorgen. Woolworth sah sehr unheimlich aus, so leer, wie ausgestorben. Wie ein Leichenschauhaus ohne Leichen. Ich bog rechts ab und lief über den Zebrastreifen. “Immer auf den weißen Streifen treten!“, kam es mir in den Sinn. Nun lief ich die Köpeniker Straße entlang. Wie schön die alte Dorfkirche auch im dunkeln war, so zeitlos. Jetzt war ich in der Prierosser Straße. Noch 200 Meter und ich war zu hause. Da stieg in mir meine altbekannte Furcht auf. Mit jedem Schritt wurde sie stärker. Jemand würde im Kellereingang auf mich warten und dann überfallen, wenn ich in meiner Tasche nach dem Schüssel suchte. So etwas war mal einem Mädchen zugestoßen. Meine Mutter hatte mir davon erzählt. Ich lief mit pochendem Herzen die Treppe zur Haustür hinauf. Ich wollte gerade nach meinem Haustürschlüssel kramen, da fiel mir auf das die Tür nur angelehnt war! Irgendwas war passiert! Das Licht ging nicht an. Hatte jemand die Leitungen gekappt oder war die Glühbirne nur kaputt? Das Zweite war wahrscheinlicher, aber ich hatte das beunruhigende Gefühl das es eher das Erste war. Es war so bedrückend still. „Sie schliefen.“, versuchte ich mich zu beruhigen.“ Sie schliefen.“ Aber warum hatte der Hund nicht gebellt? Etwas gab unter meinem Schuh nach. Ich schaute mit bangen Blick auf meine Füße. Ich wollte schreien. Mir wurde schwindelig. Da lag jemand auf dem Boden, in meinem Hausflur. Ich fiel auf die Knie. Ausschwäche? Oder um die Gewissheit zuhaben, das es nicht die Person war die ich dort erwartete. Es war meine Mutter! Warme tränen liefen meine Wangen herunter. Ihr Körper war kalt, eise kalt, wie aus Stein gemeißelt. Ich zog mich am Geländer hoch und stieg die Treppe hoch, zu dem Zimmer meiner Geschwister. Sie lagen reglos in ihren Betten. Bitte, bitte schliefen sie. Ich berührte meine kleine Schwester um sie umzudrehen. Sie war warm. „warm ist gut!“, schoss es mir durch den Kopf Doch dann stockte mein Atem. Das Lacken war rot! Aber wir hatten gar keine roten lacken. Ich stürzte aus dem Zimmer. Der Mörder musste noch irgendwo im Haus sein. Was wollte er ? Und wo war mein Vater? Ich hörte Schritte. Sie kamen vom Schlafzimmer. Ich griff den Hockeyschläger, der neben mir an der Wand lehnte. Zum Glück waren meine...Ich wollte den Gedanken nicht zu ende denken. Es tat zu doll weh. Ich schlich zum Schlafzimmer, den Hockeyschläger fest umklammert. Ich öffnete die Tür mit einem leisen Knarren. Da sah ich ihn, wie er sich über meinen Vater beugte und ihm die Luft mit einem ursprünglich weißen Kabel abschnürte. Dieser Unmensch sah zu mir auf. Ich rannte auf ihn zu mit dem Schläger in der hand. Ich holte aus. Ich hörte ein dumpfes krachen. Er ließ meinen Vater los und ich holte wieder aus und wieder. Mir liefen die Tränen herunter, dachte an meine Familie und schlug noch doller zu. Immer und immer wieder. Er regte sich schon lange nicht mehr. Ich hörte nicht auf. Ich konnte nicht aufhören und wollte es auch gar nicht. Ich wollte nicht an das eben geschehene denken.. Hoffte, dass es nur ein Traum war und wusste, dass es keine Hoffnung gab.

Schreckliche Ereignisse im Untergrund
von Camilla


Es war spät am Abend. Sie fuhr von der Nachtschicht mit der U-Bahn nach Hause. Wenige Menschen waren zu dieser Zeit noch unterwegs. Sie hatte sich auf dem Klappsitz in der Ecke im Eingangsbereich niedergelassen und war in ihren neuen Roman vertieft. Schritte – Ein großer Mann stieg zu ihr ein. Sie roch sofort den Camelgeruch, vermischt mit einer starken Duftnote Schnaps, den er mit sich führte. Sie schreckte auf. Keine Menschenseele war mehr mit in ihrem Abteil, außer diesem unheimlichen Mann. Sollte sie Angst haben? – Sie schaute genauer hin. Er trug Springerstiefel und hatte eine Glatze. Sie versuchte sich möglichst im Hintergrund zu halten, fast so, als wäre sie unsichtbar. Sie wollte auf keinen Fall die Aufmerksamkeit des Mannes auf sich ziehen.

Sie saß in der U7. Endstation Rudow. Die Angst griff förmlich nach ihr, wenn sie an die vielen Stationen dachte, die noch vor ihr lagen. ´Bitte lasse den Mann bei einer der nächsten Statione aussteigen’ sagte sie in Gedanken zu sich selbst.

Sie dachte an ihren letzten Urlaub in Nordfrankreich bei ihrer Familie, die dort seit vielen Jahren lebte. Aus Algerien waren sie vor 15 Jahren ausgewandert. Sie hatte deutsch in der Schule gelernt und sich dafür entschieden, in Deutschland zu studieren.

„Warum trägst du ein Kopftuch?“ Erschrocken kehrte sie in die Realität zurück. Sollte sie jetzt wirklich antworten?! Sie hatte doch schon so eine schreckliche Vorahnung. Was ging den Fremden schon ihre religiöse Überzeugung an?! Lieber hielt sie den Mund und… - es folgte ein Schlag. Seine Stimme ertönte erneut:„Was willst du hier? Wegen dir habe ich keinen Studienplatz bekommen. Wegen dir und deinen anderen arabischen und türkischen Freunden!“ Ein weiterer Schlag. Stille – Sie nahm nichts mehr wahr. Wo war sie? – Wer war sie? Und die wichtigste aller Fragen: Was war nur mit ihr passiert? Langsam kam sie wieder zu sich. Wie lange war sie wohl bewusstlos gewesen? Es fühlte sich weich an, worauf sie lag. „Hallo, hören Sie mich! Hallo?“ Allmählich wurde ihr bewusst, was sie da roch. Ein blumiger, femininer Duft stieg ihr in die Nase. Kein Gestank mehr von Zigaretten und Schnaps. Egal, wo sie sich befand…Sie war in Sicherheit. Sie öffnete vorsichtig die Augen und blickte auf eine weiße Zimmerdecke. Wo war sie?! Ihr Blick lief im Zimmer herum und blieb an der Tür stehen. Eine Krankenschwester kam gerade herein. „Endlich sind Sie wach! Sie haben den ganzen Morgen geschlafen und nun ist es schon 11.00 Uhr!“ Sie erinnerte sich daran, dass sie Nachtschicht gehabt hatte. „Ich hatte Nachtschicht und war auf dem Weg nach Rudow in der U7. Da war ein Mann, ein großer Mann, der hat mich bewusstlos geschlagen.“

„Heute Nacht gab es eine Tote auf dieser Linie. Sie haben wohl noch einmal Glück gehabt!“


Der graue Unbekannte
von Cynthia


Ich treffe mich heute mit meiner Freundin Mona um ihr mein grausames Erlebnis zur berichten. Ich traue mich kaum noch aus dem Haus nach dem Geschehen. Als ich an ihrer Haustür klingle kommt ein furchtbares Gefühl in mir auf. ANGST?? KÄLTE ??SCHWEIß?? Ich weiß es nicht. Es dauert eine weile bis Mona die Tür öffnete. “Hallo Yvonne! sagt sie. „Komm rein, setz dich und erzähl mir alles!“ Ich weiß plötzlich nicht mehr ob ich das kann. Ich spüre ich stehe noch sehr unter Schock. Als ich mich auf die Couch setze habe ich irgendwie doch das Gefühl ich muss jetzt alles loswerden. Ich fange an alles bis ins kleinste Detail zu erzählen: „Also ich kam gerade von der Arbeit nach Hause als ich vor meinem Gartentor im Kornblumenring stand und das Licht im Kinderzimmer sah. Ich hoffte Sascha (mein Mann) bringt unser Kind gerade ins Bett. Irgendwo wusste ich aber das, das nicht sein kann da es ja schon 23:30 Uhr war. Ich spürte Angst am ganzen Körper. Langsam ging ich die Treppe zum Eingang unseres Hauses hoch. Ganz vorsichtig schloss ich die Tür auf und traute meinen Augen nicht. Überall Blutspuren quer durchs Haus. Ich glaubte daran dass es alles harmloser ist als es aussah. Aber mein Bauchgefühl sagte es ist etwas Furchtbares passiert. Ich schlich die Treppe hoch um zu sehen was los war. Ich schaute als erstes in unser Schlafzimmer. Es stand eine graue Gestalt vor unserem Bett, der ein blutiges Messer in der Hand hielt. Dann blickte ich in das Kinderzimmer das direkt gegenüber vom Schlafzimmer war. Ein reines Blutbad. Ich stand da wie versteinert. Was soll ich tun? Die graue Gestalt bemerkte mich nicht. Ich ging langsam wieder runter ins Wohnzimmer um die Feuerwehr und die Polizei anzurufen. Es war alles zerschlagen und verwüstet. Nichts war mehr wie morgens als ich das Haus verließ. Die Gestalt rannte die Treppe runter und verließ das Haus. Er hatte mich nicht gesehen aber ich musste etwas unternehmen damit er nicht einfach davon kommt. Da sah ich dass gerade die Polizei um die Eck bog und die graue Gestalt in der Falle saß. Ich rannte schnell wieder hoch um zu gucken ob noch Hoffnung bestand. Sascha lag im Bett und blutete wie verrückt. Ich ging hin um zu sehen ob er noch einen Puls hat. Bei diesem Anblick liefen mir die Tränen nurs o. Es war kaum zu glauben. Sascha lebte noch. Er war aber nicht ansprechbar. Ich sah aus dem Fenster, dass auch die Feuerwehr kam und winkte sie gleich hier hoch. Sie kamen angerannt und kümmerten sich um meinen Mann. Ich schaute in der Zeit nach unserem Kind Shania. Sie lag reglos blutüberströmt in ihrem kleinen Bettchen. Die tränen liefen mir immer schneller und mein Atem stoppte fast. Ich schaute in das Bett und sah dass sie nicht mehr atmete. Ich sackte in der Blutlache zusammen. Sie war tot. Einfach tot. Einem 2 Jahre alten Kind wurde das Leben weggenommen. Ich stellte mir tausend Fragen. Warum tut jemand so etwas? Vor allem wer tat das? Was haben wir denn bloß getan? Was wäre wenn ich auch hier gewesen wäre? Wäre ich dann auch tot? Die Feuerwehr kam nun auch ins Kinderzimmer um Shania mitzunehmen. Dieser Anblick war das schlimmste was ich je in meinem 30 jährigen Leben sah. Sascha war auf dem Weg zum Krankenhaus,Shania war auf dem weg zur Leichenhalle, und ich musste hunderte von Fragen der Polizei beantworten. Es war die Hölle. Um die 50 Leute waren in unserem kleinen Einfamilienhaus versammelt. Die Kripo, die Spurensicherung, die Feuerwehr, die Polizei und viele mehr. Eine Reihe von Schaulustigen sammelte sich nachts um 2:30 Uhr an. Nach dem alles vorbei war und das Haus wieder leer war rief ich sofort meine Mutter an um sie herzubitten. Denn in diesem Haus fühlte ich mich nicht mehr sicher. Kurze Zeit später war sie da und nahm mich mit zu ihr nach Hause. Sie kochte uns einen Tee und ich rief im Krankenhaus an um zu fragen was mit Sascha ist. Sie meinten er wird gerade notoperiert und sie wurden sich bei mir melden wenn ich zu ihm kann. Dann als das Telefonat beendet war schlief ich ein. Als ich nächsten Tag aufwachte war ich noch so unter Schock dass ich nicht bemerkte dass ich bei meiner Mutter bin. Kurze Zeit später wurde mir alles klar. Ich ging duschen und meine Mutter machte mir derzeit was zu essen. Danach fragte meine Mutter mich,wie dass alles aushalten konnte. Ich musste zugeben das fragte ich mich mittlerweile auch. Meine Mutter fuhr mich nach dem Essen und unserem Gespräch zu Sascha ins Krankenhaus. Er lag im künstlichen Koma. Die Ärzte meinten dass eine Chancen sehr kritisch seien. Drei innere Organe wären doll verletzt worden. Das war keine wirkliche Überraschung für mich, so zerstochen wie er aussah. Es war ein Weltwunder dasser überhaupt noch lebt. Ja und jetzt sitze ich hier.“ Mona ist total geschockt und so mitgerissen das ihr glatt die Kaffeetasse aus der Hand fehlt. Du arme tust mir ja furchtbar leid. Ein kleiner Trost ist es, dass der Ein ein französischer Nachbar der Familie. Er konnte es nicht ausstehen dass, das Kind immerzu geschrien hat, aber bringt man deshalb das Kind um und den Mann auch fast????brecher gefasst wurde. Es war André W.

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